reflections

Brandenburg oder Selbstversorgung rettet vor dem Hungertod

Jeder der das „Brandenburg“ Lied kennt, weiß was er dort zu erwarten hat. Nix. In Brandenburg gibt es ziemlich oft kein Netz und Internet ist auch schwer. Und das beginnt direkt hinter der Stadtgrenze von Berlin. Mit anderen Worten: ein Dritte Welt Land. Man merkt das des Weiteren auch daran, dass man schlicht nichts zu essen bekommt. Und zwar durchgängig in allen Brandenburger Gegenden. Dank meines Freundes habe ich ja öfter die Ehre ins Gelände zu fahren. Das ist dann halt immer Brandenburg. Im Norden, an der Oder ist mir schon aufgefallen, dass es in den Dörfern keine Gasthäuser oder Kneipen gibt. Aber naja, das ist im dünn besiedelten Norden des Landes. Die letzten beiden Male waren wir nur eine Stunde von Berlin entfernt. Als wir im letzten Jahr diesen Vogelturm besucht haben, hatten wir Glück und haben einen Gasthof gefunden der 20 Uhr noch geöffnet hatte und auch die Küche war noch offen. Allerdings war das praktisch auf halber Strecke, davor und danach war nix. Dieses Jahr haben wir dann vorsichtshalber geschaut, ob geöffnet ist und haben die Wirtin an der Tür stehen sehen. Super, Abend gerettet. Als wir dann 20.30 Uhr dort ankamen, war geschlossen. Obwohl das Schild sagt, Samstag bis 23 Uhr. Hm. Tja, 20.30 Uhr, ich hatte Hunger, was nun? Zum Glück sind wir auf der Heimfahrt an Nauen vorbei gekommen und da hatte ich die Idee: Ich habe letztes Jahr beruflich dort 4 Tage verbracht, ich kenne jedes Restaurant und an eines hatte ich gute Erinnerungen. Wir also hin, Ankunft 21.05 Uhr, es war geöffnet und es gab noch etwas zu essen. Halleluja. Allerdings war 22 Uhr dann schon Schluss. Und Nauen ist eine Kreisstadt.. Letzten Samstag waren wir wieder unterwegs und erinnerten uns an ein nettes Restaurant in dem wir mal bei einem Ausflug zum Kaffee eingekehrt sind. Das langsame Netz brachte uns auch die Adresse, allerdings keine Öffnungszeiten. Aber da die Werbung für Spargel Menü machten, dachten wir, hat offen. Sind also 20.10. Uhr dort aufgeschlagen und? Geschlossen. Die noch anwesenden Köche meinten, sie schließen 20 Uhr. Da standen nicht mal am Eingang Öffnungszeiten, also d.h. da stand geöffnet ab, aber nicht bis wann. Vermutlich unser Fehler. Als Städter erwartet man einfach zu viel. Ich hatte also wieder Hunger und war stink sauer. Wir haben in Richtung Berlin nur ein einziges Restaurant gefunden, welches noch offen hatte, aber derartig hochpreisig war, dass ich mit meinen Outdoor Klamotten nicht reinwollte. Und sonst nichts. Gar nichts. Ich kann das nicht glauben. Was machen die Leute dort am Abend? Haben die keine sozialen Kontakte? Gehen die nie aus? Sind die geizig (also einige der Häuser die da stehen , sehen nicht so aus, als wären die Leute arm). In Thüringen oder Bayern gibt es in jedem Dorf eine Kneipe. Da gibt’s dann nicht unbedingt die große Küche, aber Bratwürste oder Nackensteak immer. Ist das eine andere Kultur??? Ist Brandenburg nur merkwürdig? Und die Leute dort? Wir haben dann beschlossen wir fahren nach Berlin, in die Tiergarten Quelle. Das passt zu unserem Outfit . Dort waren wir dann 21.05 Uhr, wir wurden auch recht schnell nach den Getränken gefragt, die kamen dann auch, aber dann verschwand die Kellnerin wieder. Irgendwann kam offensichtlich der Besitzer und meinte (es war 21.22 Uhr) ja wenn wir essen bestellen, das würde heute so 45-50 min dauern. Ich dachte, ich höre nicht richtig. Wir waren also echt ein bisschen..unglücklich…da hat er uns die Getränke erlassen und wir sind heim.. Fazit: nach Brandenburg nie ohne etwas zu essen fahren!!!! Fazit 2: auch Berlin zeigt Schwächen. Wahrscheinlich der schlechte Einfluss von Brandenburg.Fazit 3: wenn ich so an das Lied denke, muss ich sagen, das Leben imitiert wieder einmal die Kunst

30.4.18 12:08

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